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Der Chor­raum

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Das Lichtkreuz von Ludger Hinse (*1948) will einen neuen Blick auf das zentrale Symbol des Christentums werfen. Es deutet das Kreuz nicht als Symbol des Leidens und Sterbens, sondern als Zeichen der Auferstehung Jesu, als österliches Heils- und Hoffnungsbild.


Der Unterbau des Hauptaltars ist eine alte Frontplatte aus dem ehemaligen Kloster Dalheim, Kreis Warburg. Die Seiten wurden später angeglichen.


Der Flügelaltar stammt in seiner heutigen Form aus den 1970er Jahren. Die Flügel waren ursprünglich Bestandteil des Hochaltares der Kapelle des benachbarten St. Elisabeth-Hospitals.

Die Motive sind: die Geburt Christi, das Letzte Abendmahl, der Pelikan, die Kreuzigung und die Krönung Mariens. Der Pelikan gilt seit alters her als ein Sinnbild für die Eucharistie und die Hingabe Jesu Christi. Der Legende nach nährt der Pelikan in Notzeiten seine Jungen mit seinem eigenen Blut.Unser Motiv ist in den 1970er jahren im Stil der Wiedenbrücker Schule nach dem Vorbild einer Darstellung in St. Franziskus (Bochum-Riemke) geschaffen worden.

Neben dem Tabernakel stehen Büsten des Hl. Petrus (links) und des Hl. Paulus (rechts).

Über dem Pelikan steht das „Bladenhorster Kreuz“, die älteste Kreuzesdarstellung in der Propsteikirche aus dem Jahr 1352.

Seine Inschrift nennt Bernhard von Waltrop, den Rektor der Kirche von Bladenhorst, als Spender.

Die beiden Figuren (links Johannes der Evangelist und rechts Maria die Mutter Jesu) stammen aus dem 15. Jahrhundert.


Die Chorfenster stammen – wie das Westfenster – von Wilhelm Rengshausen.

Das mittlere Chorfenster zeigt heilsgeschichtliche Ereignisse aus dem Leben Jesu (hier und im folgenden jeweils von unten nach oben): Die Verkündigung, die Geburt, die Kreuzigung, die Auferstehung und die Himmelfahrt. Im Abschluss (oben) ist mir drei ineinander verschlungenen Ringen die Dreifaltigkeit dargestellt.

Das linke Chorfenster zeigt Darstellungen aus dem Leben des Hl. Petrus: Die Berufung, die Fußwaschung, Petrus vor dem Hohen Rat, die Befreiung aus dem Gefängnis und seine Kreuzigung mit dem Kopf nach unten. Im Abschluss sind zwei gekreuzte Schlüssel als Zeichen der Binde- und Lösegewalt dargestellt. 

 

 

Das rechte Chorfenster zeigt Szenen aus dem Leben des Hl. Paulus: die Berufung vor Damaskus, die Taufe, die Rede auf dem Areopag in Athen, der Schiffbruch und seine Enthauptung. Im Fensterabschluss sind die Symbole des Martyriums (Krone, Palme und Schwert) dargestellt.


Der Ambo ist ein Werk des Bottroper Bildhauers Gottfried Kappen (1906-1981). Er knüpft mit dem Adler-Motiv an die alten Ambonen des Mittelalters an und stellt auf der Vorderseite ein Kreuz aus den beiden griechischen Worten ΦΩΣ (Licht) und ΖΩΗ (Leben) dar.

Der Ambo gehörte ursprünglich der Kapelle des Priesterseminars in Bochum und kam nach deren Schließung 2012 in die Propsteikirche.