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Geschichte der Kirche

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Bereits um 800 entstand hier auf einem Hügel in der Nähe des karolingischen Reichshofes eine hölzerne Missionskapelle, zeittypisch unter dem Patronat des Heiligen Petrus.

An ihrer Stelle wurde im 11. Jahrhundert eine steinerne Saalkirche erbaut, die bei dem verheerenden Stadtbrand 1517 zerstört wurde. Aus dieser Zeit stammt der romanische Taufstein (ca. 1175).

Wiederaufgebaut wurde die Kirche 1547 zu einer spätgotischen Hallenkirche. Diese Kirche integrierte baulich den alten romanischen Chor, der jedoch Ende des 19. Jahrhunderts abgerissen und erneuert wurde.

Nach der Reformation wurde die Pfarrkirche für etwa 100 Jahre simultan sowohl von den Katholiken als auch den Protestanten genutzt. Der Kirchturm war noch bis 1835 gemeinsamer Besitz aller Konfessionen.

Bis zum Jahr 1888 war die Kirche St. Peter und Paul die einzige katholische Kirche in Bochum und mit 38.000 Katholiken die größte Pfarrei im Staat Preußen. Im selben Jahr wurde die Kirche durch Papst Leo XIII. zur Propstei erhoben. Durch die Luftangriffe des Zweiten Weltkriegs wurde die Kirche bis auf den Turm zerstört, die Rekonstruktion wurde 1959 abgeschlossen.

Heute scheint der Innenraum der Kirche für den Betrachter diese Geschichte zu atmen. Die Renovierung des Kircheninneren in den 1970er Jahren versuchte eine enge Anknüpfung an die historische Bausubstanz. In jüngster Zeit ist das Kircheninnere mit zeitgenössischer Kunst ergänzt worden.

Im Rahmen der Umstrukturierungen im Bistum Essen wurde die Propsteikirche zum Sitz der Großpfarrerei St. Peter und Paul.